Warum Vitamin D für Sie wichtig ist

Vitamin D ist vor vielen Jahren entdeckt worden und fristete lange Zeit ein Schattendasein in der Medizin. In den letzten Jahren konzentrieren sich immer mehr Studien auf die Wirkung von Vitamin D. Jedes Jahr werden neue Funktionen entdeckt bzw. die Wirkungsweise in verschiedenen Geweben weiter untersucht.

Es ist schon lange bekannt, dass die Bildung des Vitamin D in der Haut nach einem Sonnenbad erfolgt. Hierbei aktiviert ultraviolettes Licht das Vitamin D und es gelangt über ein Transportvehikel in die Leber. Dort wird es zu Calcidiol, der Speicherform von Vitamin D, umgewandelt. Die Speicherform von Vitamin D ist notwendig, da der Körper nicht ununterbrochen Licht auffängt. Über das Blut wird nun die Speicherform Calcidiol im Körper verteilt und es gelangt z.B. in die Nieren.

Hier wird es erneut aktiviert und es entsteht Calcitriol. Dieses neu entstandene Calcitriol löst die eigentlichen Reaktionen im Körper aus. Hierzu muss es sich an einen Vitamin D-Rezeptor im Gewebe wie z.B. Knochen, Muskel oder Gehirn anheften.

In der Niere regulieren das Hormon Parathormon und der Kalzium- und Phosphatspiegel die Bildung von Calcitriol. In anderen Zellgeweben regeln andere Faktoren wie Zytokine oder Wachstumshormone die Herstellung von Calcitriol. Das Vitamin-D wirkt in den Zellen der Zielorgane wie ein Steroidhormon, also wie ein Anabolikum. Es stimuliert die Herstellung von Proteinen, d.h. es fördert die Herstellung neuer Zellen.

Aufgrund dieser Funktion ist das Vitamin D eher ein Hormon als ein Vitamin, allerdings wird es der Einfachheit halber bei der falschen Einteilung belassen.

Dem Vitamin D wird zusätzlich eine Schutzfunktion der Zellen zugesprochen. Die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass es nicht nur den Knochen stärkt, sondern auch das Wachstum der Zellen reguliert. Dies könnte bedeuten, dass die Wucherung von krankhaften und mitunter bösartigen Zellen verhindert wird. Eindeutig nachgewiesen wurde, dass das Risiko für Dickdarmkrebs durch einen normwertigen Vitamin D-Spiegel deutlich gesenkt wird.

Weitere vielversprechende Hinweise aus verschiedenen Studien ergeben, dass nicht nur die Nieren über die Fähigkeit verfügen das Vitamin D zu erkennen und zu bilden, sondern viele weitere wie z.B. Gehirn oder die Bauchspeicheldrüse ebenfalls befähigt sind, die Produktion durchzuführen. Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass sich das Vitamin D positiv auf chronische Krankheiten positiv auswirkt. Hierzu könnten Typ I Diabetes, Multiple Sklerose, Rheumatische Arthritis und eine Immunschwäche zählen.

Weitere wissenschaftliche Ergebnisse zeigen einen positiven Einfluss auf einen Bluthochdruck oder andere Herzerkrankungen. Demzufolge wird in der Anti-Aging-Medizin dem Vitamin D ein Schutz gegen das Altern nachgesagt.

Im Hinblick auf das Gehirn zeigten Forscher von der Universität Manchester vielversprechende Ergebnisse ihrer Vitamin D-Forschung. Sie konnten nachweisen, dass das Gehirn älterer Menschen von der Aufnahme von Vitamin D profitiert. Sie fanden heraus, dass Menschen mit einem normalen Vitamin-D-Spiegel bessere Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit in den Tests zeigten. Gleichzeitig war die Verarbeitungsgeschwindigkeit in den Tests schneller. Das Besondere der Ergebnisse war, dass mit steigendem Alter der Effekt deutlicher bemerkbarer war.

Aufgrund dieser Ergebnisse wird den Menschen, insbesondere den Älteren, empfohlen, den Vitamin D-Wert durch ihren Arzt bestimmen lassen. Hierbei wir ein simpler Bluttest durchgeführt, der ungefährlich ist. Sollte ein niedriger Wert festgestellt werden, ist eine Vitamin D-Einnahme empfohlen, da besonders in den Wintermonaten die Lichteinstrahlung zu gering ist. Die Aufnahme über die Nahrung ist trotz ausgewogener Ernährung unzureichend. Einzig Seefisch und Lebertran können hier als Vitamin D-Quelle erwähnt werden. Zusätzlich sollte parallel ein Kalziumprodukt eingenommen werden, da es zum Absinken des Kalziumspiegels kommen kann. Hierbei sollte auf auf ein Produkt geachtet werden, welches auch das Element Bor enthält, da dieses weitere Schutzfunktionen bietet.

Für nähere Informationen sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder kontaktieren Sie das ORTHOPAEDICUM im Thermal-Badehaus.

Dr. med. Csaba Losonc
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Facharzt für Chirurgie

Sportmedizin – Akupunktur – Manuelle Medizin

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